Aktuelles

Jetzt Obstbäume pflegen

Jetzt ist optimale Zeit um ihren Wiesenobstbäume zu pflegen und einen Erhaltungsschnitt zu geben. Danke an den Kreis und die Gemeinde Holzmaden, dass man von 1. Februar bis  28. Februar den Sammelplatz für das angefallene Obsbaumreißig dort zur energischen Nutzung entsorgen kann.
Grundsätze bei der Baumpflege sind:
Beginn der Arbeiten von oben nach unten. Durch die Rücknahme von überbauenden Ästen im oberen Kronenteil wird eine bessere Belichtung der Leitäste und der inneren Kronenpartien erreicht. Rücknahme und Erleichtern ausladender Äste von Außen nach Innen, um die Belastung bei starkem Fruchtbehang zu reduzieren. Gerade in ungepflegten Obstbäume sind häufig starke Eingriffe erforderlich, um die Baumstatik wieder zu sichern. Wird hier die Schnittmaßnahme auf mehrere Jahre verteilt, ist der Aufwand überschaubar und der Eingriff für den Baum besser verträglich -> Baum reagiert nicht so stark mit ‚Alarmtriebe‘. Sie bekommen eine deutlich bessere Qualität an Früchte und der Baum bleibt oder kommt wieder in ein gutes Verhältnis von Wachstum und Fruchtbildung.
Nehmen sie sich jetzt Zeit um die Obstbäume langfristig auch für unsere Nachkommen  zu erhalten.
Für alle Teilnehmer an der Baumschnittförderung bitte bis  7. März den Schnitt an den beantragten Bäumen abzuschließen und die Jahresmeldung der durchgeführten Maßnahmen bei Vorstand Dieter Liebrich abzugeben.
Leider können wir zur Zeit keine Schnittkurs keine Schnittkurse anbieten.

Neupflanzung von Obstgehölzen

Für den Hausgarten eignen sich am besten robuste, widerstandfähige Sorten. Anfällige Sorten bringen nur Frust und gehören nicht in den Garten. Fragen Sie bei Ihrem Obst- und Gartenbauverein oder bei den Obstbauberatern an den Landkreisen gezielt nach wenig anfälligen Sorten. Stellen Sie Bäume und Sträucher vor dem Pflanzen etwa eine Stunde in Wasser, wenn es sich um wurzelnackte Ware handelt. Wurzelnackte Gehölze möglichst sofort pflanzen, die Wurzeln dürfen keinen Frost abbekommen.
Jetzt wird es Zeit, neue Pflanzen zu bestellen oder zu kaufen. Geeignete Obstgehölze kann man zwar über Versandbaumschulen bestellen, am besten kauft man die Pflanzen aber in heimischen Baumschulen vor Ort, da hier die für die Region geeigneten Sorten angeboten werden.
Die meisten Obstgehölze sind auf einer Unterlage veredelt. Durch die Kombinationsmöglichkeiten von Edelreis und schwachwüchsigen oder auch starkwüchsigen Wurzelsystemen der Unterlage werden unterschiedliche Wuchsstärken erzielt. Pflanzen Sie jedoch die Unterlage zu tief oder setzt sich der Baum deutlich, kann die darauf veredelte Obstsorte selbst Bodenkontakt bekommen und eigene Wurzeln bilden. Hier kann es dann rasch zu einem veränderten, unerwünscht starkem Wuchsverhalten kommen. In regelmäßigen Abständen sollten Sie deshalb bei der Veredlungsstelle kontrollieren, ob sie sich noch deutlich oberhalb der Erdoberfläche befindet.

Falls Ihr Obstgrundstück nicht eingezäunt ist, sollten Sie die Stämme von jungen Bäumen zum Schutz vor Wildverbiss mit Drahthosen umhüllen. Vorhandene Baumscheiben von Mulchmaterial befreien, darunter fühlen sich Feldmäuse wohl.

 

 

Seit zehn Jahren registrieren Imker und Biologen mit wachsender Besorgnis ein weltweites Bienen- und Insektensterben. Dieses Sterben hat viele Ursachen. Als wesentlich verantwortlich für den Massentod bei Honigbienen haben Forscher die Varroamilbe ausgemacht. Auch Pestizide machen den Bienen und ihren kleinen Schwestern, den Wildbienen, den Garaus. Eine zunehmend industrialisierte Intensivlandwirtschaft bringt immer mehr Monokulturen und den Rückgang von artenreichen Ackerrandstreifen und anderen Rückzugsgebieten für Wildpflanzen und Tiere mit sich. Große Flächen, die mit derselben Pflanze bestellt sind, sichern weit weniger eine gleichbleibende Nahrungsgrundlage für Bienen/Insekten als eine Vielzahl von kleinen Flächen mit unterschiedlichen Pflanzen. Durch Straßenbau und dem seit einigen Jahren im Trend liegenden „Schottergarten“ in unseren Hausgärten, wird die Bodenversiegelung vorangetrieben. Ein Kies- oder Schottergarten ist biologisch gesehen tot, denn sie bieten den meisten Tieren und Pflanzen weder Nahrung noch Lebensraum.

 

Obstwiesen nicht zu Tode schützen

Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft, Umweltstiftung NatureLife und zahlreiche Partner fordern Verzicht auf Unterschutzstellung von Obstwiesen im Rahmen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ Baden-Württemberg
Fachleute: Naturschutzziele vom Ergebnis her denken und Obstwiesenbewirtschafter fördern statt demotivieren

„Gut gemeint ist manchmal das Gegenteil von Gut“,

so kommentiert Rolf Heinzelmann, Geschäftsführer des 103.000 Mitglieder starken Landesverbandes Obstbau, Garten und Landschaft (LOGL). Teile der Gesetzesinitiative Volksbegehren Artenschutz „Rettet die Bienen“ in Baden-Württemberg. Heinzelmann kritisiert die Absicht im Rahmen des Volksbegehrens eine Gesetzesinitiative voranzubringen, in deren Rahmen Obstwiesen unter bestimmten Bedingungen unter Schutz gestellt werden sollen. Unterstützt wird der LOGL dabei von der Umweltstiftung NatureLife-International, sowie den Verbänden der Klein- und Obstbrenner, der Landesgruppe Baden-Württemberg des Pomologenvereins, dem Verein WiesenObst, dem Verband der Bediensteten für Obstbau, Gartenbau und Landespflege Baden-Württemberg, und dem Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft.
In einem offenen Brief an die Initiatoren des Volksbegehrens David Gerstmeier und Tobias Miltenberger, Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie die vom Thema berührten Ministerien und die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen unterstreichen die Unterzeichner, dass man zwar einerseits die Grundabsicht das Vorhaben die Artenvielfalt zu stärken und den Handlungsbedarf deutlich zu machen unterstützt, jedoch dringend fordert von der Unterschutzstellung von Obstwiesen, wie es im Gesetzentwurf der Initiative vorgesehen ist, Abstand zu nehmen. Die Initiatoren des offenen Briefes vertreten zigtausende von Mitgliedern sowie Bürgerinnen und Bürger, die unter mühevoller Arbeit das ganze Jahr hindurch ihre Obstwiesen pflegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Archive

Neueste Beiträge