Jetzt Obstbäume pflegen

Jetzt ist optimale Zeit um ihren Wiesenobstbäume zu pflegen und einen Erhaltungsschnitt zu geben.
Grundsätze bei der Baumpflege sind:
Beginn der Arbeiten von oben nach unten. Durch die Rücknahme von überbauenden Ästen im oberen Kronenteil wird eine bessere Belichtung der Leitäste und der inneren Kronenpartien erreicht. Rücknahme und Erleichtern ausladender Äste von Außen nach Innen, um die Belastung bei starkem Fruchtbehang zu reduzieren. Gerade in ungepflegten Obstbäume sind häufig starke Eingriffe erforderlich, um die Baumstatik wieder zu sichern. Wird hier die Schnittmaßnahme auf mehrere Jahre verteilt, ist der Aufwand überschaubar und der Eingriff für den Baum besser verträglich -> Baum reagiert nicht so stark mit ‚Alarmtriebe‘. Sie bekommen eine deutlich bessere Qualität an Früchte und der Baum bleibt oder kommt wieder in ein gutes Verhältnis von Wachstum und Fruchtbildung.
Nehmen sie sich jetzt Zeit um die Obstbäume langfristig auch für unsere Nachkommen  zu erhalten.
Für alle Teilnehmer an der Baumschnittförderung bitte bis  7. März den Schnitt an den beantragten Bäumen abzuschließen und die Jahresmeldung der durchgeführten Maßnahmen bei Vorstand Dieter Liebrich abzugeben.
Leider können wir zur Zeit keine Schnittkurs keine Schnittkurse anbieten.

Neupflanzung von Obstgehölzen

Für den Hausgarten eignen sich am besten robuste, widerstandfähige Sorten. Anfällige Sorten bringen nur Frust und gehören nicht in den Garten. Fragen Sie bei Ihrem Obst- und Gartenbauverein oder bei den Obstbauberatern an den Landkreisen gezielt nach wenig anfälligen Sorten. Stellen Sie Bäume und Sträucher vor dem Pflanzen etwa eine Stunde in Wasser, wenn es sich um wurzelnackte Ware handelt. Wurzelnackte Gehölze möglichst sofort pflanzen, die Wurzeln dürfen keinen Frost abbekommen.
Jetzt wird es Zeit, neue Pflanzen zu bestellen oder zu kaufen. Geeignete Obstgehölze kann man zwar über Versandbaumschulen bestellen, am besten kauft man die Pflanzen aber in heimischen Baumschulen vor Ort, da hier die für die Region geeigneten Sorten angeboten werden.
Die meisten Obstgehölze sind auf einer Unterlage veredelt. Durch die Kombinationsmöglichkeiten von Edelreis und schwachwüchsigen oder auch starkwüchsigen Wurzelsystemen der Unterlage werden unterschiedliche Wuchsstärken erzielt. Pflanzen Sie jedoch die Unterlage zu tief oder setzt sich der Baum deutlich, kann die darauf veredelte Obstsorte selbst Bodenkontakt bekommen und eigene Wurzeln bilden. Hier kann es dann rasch zu einem veränderten, unerwünscht starkem Wuchsverhalten kommen. In regelmäßigen Abständen sollten Sie deshalb bei der Veredlungsstelle kontrollieren, ob sie sich noch deutlich oberhalb der Erdoberfläche befindet.

Falls Ihr Obstgrundstück nicht eingezäunt ist, sollten Sie die Stämme von jungen Bäumen zum Schutz vor Wildverbiss mit Drahthosen umhüllen. Vorhandene Baumscheiben von Mulchmaterial befreien, darunter fühlen sich Feldmäuse wohl.

 

 

 

 

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